#adflumenchallenge

Das Jahr geht zu Ende und damit auch die aktive Saison. Auch der Lockdown sorgt wieder für erzwungene Distanz. Zeit, uns wieder unseren Projekten zu Hause zuzuwenden und aktiv zu werden.

Aus diesem Grund haben wir die #adflumenchallenge auf Facebook gestartet, bei der es in dieser Wintersaison monatlich ein neues Thema für eine kleine Herausforderung gibt.

Im November ging es darum, einen Gegenstand zu reparieren, der misslungen oder einfach abgenutzt war:

Torn seams on shoes or clothes? Ripped out eyelets or rivets on tents or armour? Straps need replacing? This is the time to finally do it!

Ad Flumen Caerulum is starting a series of A&S challenges this winter! The first one, which runs all the way through November, is to “repair your stuff”.

Go through your wardrobe or equipment before putting it away for the cold season and pick up some mending. Post your results to the challenge thread in Ad Flumen’s facebook group and earn a bead on a string as a reward for beating seasonal sloth!#AdFlumenChallenge

Einige Leute sind unserer Aufforderung nachgekommen und haben sich mit Projekten gemeldet – zum Beispiel der neu aufgetragenen und eingebrannten Farbe auf einer Feuerstelle, einem frisch getapten Schwert oder dem angepassten Kragen eines Kleides.

Auch im Dezember wartet wieder eine Challenge auf alle Teilnehmer. Diesmal geht es darum, UFOs (unfertige Objekte) zu beenden:

The year is ending and with it the time for last year’s New Years’ resolutions. How many projects do you have that you wanted to finish this year? How many inside seams not felled, hems not done, buttonholes still to sew?
Pick up one of your unfinished projects and bring it to an end for our December challenge.
Post your results to Ad Flumen’s facebook group and earn a bead on a string as a reward for beating seasonal sloth!#AdFlumenChallenge

von Ellisa

Gemeinschaftsprojekt spätrömische Dalmatica

Einer der Höhepunkte des Krönungsturniers im Herbst 2021 waren die beiden Elevations von Anna Syveken in den Orden des Pelikan und Magdalena Grace Vane in den Orden des Lorbeerkranzes. Unser Shire hat dazu seinen Beitrag in Form einer Vigil Dalmatica für Anna geleistet.

Vigil, Dalmatica, Elevation – bitte weniger Fremdwörter!

In der SCA wird man bei herausragenden Leistungen in einem Bereich mit einer “Peerage” (also dem Ritterschlag für Kampf (Chivalry), Fechtkunst (Defence), Kunst und Recherche (Laurel) oder Service (Pelican)) ausgezeichnet. Diese Zeremonie nennt sich “Elevation”. Die Nacht davor verbringen die Kandidat*innen in Vigil (Nachtwache), bei der sie Besuch von Freunden und Mitspielern bekommen, die mit ihnen über die Zeit in der SCA, ihre Pläne und Wünsche sprechen und ihnen Ratschläge mitgeben. Da Anna gerne spätrömisch gekleidet ist, haben wir es übernommen, sie mit einer Dalmatica – einer spätrömischen Tunika – auszustatten.

Die Vorlage

Eine Dalmatica ist ein sehr simples Kleidungsstück, das aber durch diverse Stilmittel immens aufgewertet werden kann. Grundsätzlich handelt es sich dabei einfach nur um eine Tunika im Rechteckstil – ein überlanges Rechteck als Körper (etwas mehr als “popschbreit”) und daran angesetzt rechteckige Ärmel, die schmal oder weit, kurz oder lang sein können. Die Dalmatica links stammt aus Akhmim in Ägypten und wird auf das 1.-4. Jh n. Chr. datiert. Sie wird im V&A Museum aufbewahrt und ist aufgrund der Länge definitiv als Männertunika einzuordnen. Man sieht sehr gut, wo der Gürtel getragen wurde, da dort die stärksten Abnutzungen entstanden sind.

Häufig sind “Clavi”, also Längsstreifen links und rechts des Halsschlitzes, auf diese Tunika aufgesetzt oder direkt in den Stoff eingewebt. Historisch gesehen spricht mehr dafür, sie im Webprozess direkt mitzuweben, allerdings ist das mit modernen Stoffbreiten und Methoden nicht immer praktikabel.

Unsere Informationsquelle war neben einem Besuch beim Festival der Spätantike in Carnuntum auch das Dokument “Clothing fit for a Late Roman Lady” von Stephen Kenwright.

Gemeinsam zum Endprodukt

Natürlich war es uns wichtig, die Tunika mit der Hand zu nähen. Auch die Clavi sollten selbstgewebt sein. Da Anna ihre Dalmatica später hellgrün überfärben möchte, musste auch der Nähfaden aus Naturgarn bestehen, damit die grüne Tunika nicht später weiße Nähte hat (typischer Polyesterfaden nimmt keine Farben an).

Am Projekt beteiligt war aus Gründen der Machbarkeit die “Montagsrunde”, also das Stammpublikum bei den A&S Abenden des Shires. Wie es aber immer so passiert, verzögerte sich der Prozess durch diverseste Hürden des Alltags – Bazillen machten Montagstreffen unmöglich, Material war am falschen Ort oder falsch bemessen, Termine im “mundane life” durchkreuzten die Planung.

Saidra de Iscula nahm sich als erste des Kleides an und steuerte eine Seitennaht bei. Ellisa und Alienor de Salignac webten die ersten beiden Clavi noch zu Hause, während Lia of Dartmoor das Kleid von Saidra zum Nähen daheim übernahm. Zwischendurch wurde bei einem Montagstreffen in Teamarbeit mit Yda von der Breiten Furth weitergearbeitet.

Knapp eine Woche vor dem Event dann der Schreckmoment: die Clavi waren zu kurz! Also noch einmal den Webrahmen aufspannen und irgendwann zwischendurch noch einen Meter weben.

Schließlich brachen wir nach Polderslot (Holland) auf, das zu 2/3 genähte Kleid mit teilweise angenähten Clavi und den aufgespannten Webrahmen im Gepäck. Die 10 Stunden Autofahrt am Freitag wurden dann auch in vollem Rahmen genutzt. Am Beifahrersitz und auf der Rückbank wurde gewebt und genäht, was das Zeug hielt. Cissille von der Breiten Furth übernahm das Steuer, während Yda ganz nebenbei “schnell einmal” das Kammweben lernte. Die letzten Stiche konnten wir auf dem Parkplatz der Site setzen und wurden so punktgenau fertig.

Weiter Postings zu diesem Event: Peerage Scroll für Anna

von Ellisa von Styra

My first peerage scroll

by Ellisa von Styra

First of all – what is a Peerage in the SCA?

The SCA awards people for their achievements and the highest possible distinction is that of a Peerage (eine Ritterschaft) for currently one of four possible categories. There is the Order of Chivalry for heavy fighters, the Order of Defence for fencers, the Order of the Laurel for the arts and sciences and the Order of the Pelican for those committed to service to the society.

Design choice – What am I comfortable with?

I was told in January 2020 that Anna Syveken would be raised to the Order of the Pelican. To my initial shock, I was asked to do her peerage scroll for Spring Crown. This is when the planning began.

Peerage scroll for Anna Syveken's elevation to the Order of the Pelican

The inspiration here is the Gorleston Psalter (http://www.bl.uk/manuscripts/FullDisplay.aspx…) which has some key decorative elements. All decorative borders are linked by continuous vines that tie into knotwork, frames and so on. It leaves plenty of opportunity for personalisation in the form of marginalia, medallions and whitework. For more information on the Psalter, you can read this thread >> here.

I chose this style because I am rather familiar with it and lots of people wanted to contribute. The various components made this possible. So in January of 2020 we discussed what path to take in a select group of people.

Wording – The first step in making it personal

Perdita von Bremen was approached to do the wording. She wrote the very nice originally modern German version which I then translated into Middle High German. I used Vienna’s first city law (https://www.monasterium.net/…/22(Privil_Nr_2)/charter) as a basis, with additions from Lexer’s Mittelhochdeutsches Wörterbuch (https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Lexer#0). To make it sound more period, I introduced “doubling” of terms (such as “share and distribute” – “teilen und zerbreiten”). In addition, I researched old terms for dates until I arrived at “the evening before bluomostertag”. The evening before Palm Sunday was the date Spring Crown 2020 and the elevation were originally planned for. Anna asked how much time I spent on it, I’d estimate a total of five hours for that alone.

Hie bî suoln wizzen die gegenwuortigen und auch die chuonftigen, daz wir, Æiríkr und Jacquelyna, chuonig und chuonigin ze drachenwalde, unsere liebe getriuwenlîche Anna Syveken ûfnemen und erheven in unser orden des pellikân. Lange habent wir bemerket und gesehen ire bereitlîche und arbeitliche vleiz ze dienen niht aleine der krône sundern ouch dem volc. Wir êren ire bisunder gâbe ze erdenken unde ze ordenen, mit der sie in allen zît ire ambahte zegevrumen vermac mit offenbârlîche lîchticheit, wie wol diese arebeit andere niht ze leisten wizzent. Wir lobent ire willicheit, ze teilen unde ze zerbreiten iren wîstuom. Wir wizzent: mâc ouch diu werlt morgene undergân, als lange als Anna Syveken zuowetet, wirt ez sich zuotragen auf ein gemaeze und wolgeordenet wîse. Dâvurder geben und verleihen wir ir daz patent ein wâpen ze führen und ze brauchen in allen und yeglichen erlichen und redlichen sachen und geschefften und an allen enden. Dise urchuonde ist vegeben ze Polderslot da anno societatis warn LVI jar ze sankt severin vonunser hant.

Planning and brainstorming – more personalization

The next step was to design the overall layout. Gorleston, of course, does not have double pages with a divider down the middle like this scroll. In a book, each page would have its own frame. I tied them together because the scroll doesn’t have a fold down the middle.

Naturally, the center images are the award granted and Anna’s badge which she prefers to her arms.

The corners were distributed among the ladies who wanted to contribute (Ellisa von Berenklaw, Katherina Mornewegh, Baroness Nordmark) with a discussion of general ideas. What did Anna like? What could I include? How could I play to her mundane interests? Her elevation wishlist mentioned some old sci-fi references as options for her scroll, so we assigned sci-fi movies and series to the corners.

Since we already had a number of modern items in the scroll, we went looking for more ideas. The references to Anna’s life range from logos for plays and musicals she has appeared in, her musicality in general, drinks, embroidery patterns, a favourite garb item and many more. The plague also received notice in the form of the little corona virus and the figure wearing a mask in the medallion next to it.

Writing and more planning – and a big emotional hole

My own next step was to outline the frames and then write the scroll text. This of course takes more than one attempt until nip and size are perfect and the text is distributed correctly. I don’t line my paper (in this case Pergamenata) but rather write on my illuminated tracing board. That happened in February of 2020 with the original date and time planned for the elevation. Another 5 hours or so.

The result I then copied a number of times and doodled in the margins. How would the planned corners tie together? What could I do inside the big initial? Which decorations would be whitework, what would be done in colour? The initial design was then traced onto the written scroll with very fine sepia marker. I use this because any colour gouache will later cover the lines.

And that was when the plague hit and we had to cancel Spring Crown. Cue the emotional hole that led me to put aside the scroll for over a year.

In the intervening year+ I occasionally added to my scribbled notes of ideas for marginalia. I also practiced sewing perg together with what was originally intended as interlaced herringbone stitch. Later, I decided against the interlacing because it put wear on the holes from repeated tugging. It was also a bit too much visually.

When Anna finally found an event we could plan for, I was faced with the biggest decision: Should I write a new scroll with the correct data or keep the original one and modify it somehow? It was already so full of weird and personal items I decided to keep it. (Ok, let’s be honest, I was also proud of my calligraphy on the original and terribly out of practice). Just like the medallions, I would sew the new information onto it instead. The new date is also religious in format. The day of the elevation was that dedicated to Cologne’s St. Severin so this is what I chose.

Gold and colour – the ugly duckling turns pretty

Next, I had to figure out the colouring. I did that in one of my copies and ran into some trouble because of the complexity of the margins. So I added the very rare rose ocher background tone to the usual blue, red, ocher and gilt. Gorleston doesn’t use more colours than those in the backgrounds. It adds green and orange for foliage and a variety of colours for marginalia, however.

Then came the gilding – sugar/gum arabic/pigment/water as gesso, let that dry for 48 hours, then gild with transfer gold leaf and polish.

The image here shows the scroll drying after the base for the gilding is applied. The gesso is pigmented in red for two reasons. For one thing, it helps me place the gesso precisely inside the lines, for another, the red pigment prevents the gold getting a greenish tinge afterwards. You can see that designs are still sketchy in the bottom half while the top is already developed in a lot of detail.

More information on gilding can be found >> here.

This is when the scroll entered the “ugly duckling phase”. There is no time in the entire process when it looks more awful – patchy and like the artwork of a primary schooler.

Painting and outlining in black came next (Reeves gouache with a horrible white replacement from Royal Talens that needed repeated tracing on the whitework and will be thrown out as soon as I get a better white).

The images here show the scroll in these two stages – the first one is my ugly duckling, in the second you can see it with the outlining done but without most of the whitework. The pelican has also not been painted yet, I wanted to do that in daylight because of the shading.

Sewing – yes, I know this isn’t something you’d expect in a scroll

While doing the whitework (my hands were shaking, so I needed the breaks) I sewed on the (pre-punched) medallions with linen thread. The top right one was gilded in shell gold by Mistress Ellisa von Berenklaw, which to my horror broke off during the process (after a year of waiting to be used, the colour was quite fragile because it had gone through more than a circle of seasons before being handled) and had to be glued back on with gesso.

In this image, I am working on the one by Katherina Mornewegh which you can find in more detail in the gallery below. You can also see the replacement date and time sewn over the original segment in the scroll.

The last step was to finish the whitework which incorporates a lot of designs that refer to things and events in Anna’s life as well as to clean up sloppy outlines.

I have no idea how many hours the scroll took in total, but it was easily 30. Is everything perfect here? No, of course not. There are a lot of things where I know I can do better, but it is the first scroll I touched after the plague and I am content with how it turned out in the end.

More posts about this event: Gemeinschaftsprojekt spätrömische Dalmatica

Wie eine Gorleston Psalter Seite aufgebaut ist

von Ellisa von Styra

Der Gorleston Psalter ist ein opulent illustriertes Manuskript aus dem England des 14. Jahrhunderts. Das Manuskript ist bekannt für teilweise ausgesprochen “schräge” Marginalien wie kämpfende Karnickel und Schnecken, von Ranken baumelnde (wie im Titelbild von Seite 170r) oder sich erbrechende Figuren. Auch Jagdmotive und Szenen, in denen Tiere menschliche Tätigkeiten ausüben, kommen häufig vor.

Dabei sind alle Seiten von den Grundstrukturen her vergleichbar aufgebaut. Der heutige Eintrag beschäftigt sich mit diesen Regelmäßigkeiten.

Wir schauen uns dabei die Seite 34r in mehr Detail an.

“r” ist eine recto Seite, also rechts im Buch (im Gegensatz zu “v” – verso – linken Seiten). Der Schriftblock ist in historischen Manuskripten in der Regel nicht mittig angesetzt, sondern nach oben und innen verschoben. Das ist auch hier erkennbar.

Die Dekoration im Gorleston Psalter ist immer (auch auf verso Seiten) links vom Text angesiedelt und endet oben und unten mit figürlichen Motiven. Diese sind in der Regel vom Inhalt der Seite unabhängig.

An besonderen Stellen des Manuskripts können diese Dekorationen in besonders prunkvoller Form auch den kompletten Text umgeben, wie hier auf Seite 86r.

Auf solchen Seiten sind auch die Hauptinitialen sehr opulent gestaltet und zeigen biblische Szenen, die mit dem Kapitelinhalt in Beziehung stehen.

Auf dieser Seite sieht man auch gut, dass Marginalien sowohl an den “Rahmen” angebunden (wie rechts die Chimäre) als auch neben oder unter der Randleiste frei positioniert werden können. Auf solchen Prunkseiten sind auch häufig Wappen zu sehen, was für die Verwendung in der SCA für Urkunden natürlich ein willkommenes Hilfsmittel ist, da diese leicht individualisiert werden können.

In der folgenden Galerie werde ich auf die markierten Elemente sowie auch auf Themen wie die Arbeitsreihenfolge und die normale Farbgebung näher eingehen.

Historische Rezepte für die Pute aus “Ein new Kochbuch” von Marx Rumpolt, 1581

von Katharina Woinovich

<< LXVI (HAB 232) >>

Von einer Indianischen Henn
seind zwantzigerley Speiß vnd Trachten zu machen

Of a turkey there are twenty dishes to make.

Note: This section has also been translated by M. Grasse, Mistress Gwen Cat.

Indianischen Henn 1. Warm abgebraten mit einem Pobrat/ oder trucken geben/ Oder kalt lassen werden/ denn es ist ein gut Essen/ wenns kalt ist.

  1. Warm roasted with a Pobrat sauce/ or given dry/ or let become cold/ for it is a good food when it is cold.

Indianischen Henn 2. Pasteten kalt oder warm.

  1. Pies cold or warm.
Still Life with a Turkey Pie, Pieter Claesz., 1627 from https://www.rijksmuseum.nl/en/collection/SK-A-4646

Indianischen Henn 3. Gliedt den Indianischen Han ab/ Flügel vnd Diech/ füll ein jeglichs besonder/ vnd wenns gefüllt ist/ so setz es zu/ vnd laß an die statt sieden/ Legs auff ein Roßt/ breuns ab/ vnd mach ein Brüh darzu/ es sey saur oder süß/ ist es auff beyde manier gut.

  1. Dismember the Indian chicken (turkey)/ wings and thighs/ stuff each separately/ and when it is stuffed/ set it to (the fire)/ and let simmer to the place (until done)/ Lay it on a grill/ brown it/ and make a broth for it/ be it sour or sweet/ it is good in both manners.

Indianischen Henn 4. Du kanst solche gefüllte Flügel auch eynmachen mit Pettersilgen Wurtzel/ guter Muscatenblüt vnd Rindtfleischbrüh/ auch mit grünen wolschmeckenden Kräutern. Du magsts gelb machen/ oder weiß lassen/ so ist es auff beyde manier gut.

  1. You can also make such filled wings in (a sauce) with parsley root/ good mace and beef broth/ also with fresh well tasting herbs.  You may make it yellow or leave white/ as it is good in both manners.

Indianischen Henn 5. Du kanst auch solche gefüllte Flügel vnd Diech in einem Pfeffer eynmachen.

  1. You can also make such stuffed wings and thighs in a pepper (sauce).

Indianischen Henn 6. Oder kansts grün eynmachen mit Pettersilgen/ die wol gesotten vn~ durchgestrichen ist/ von einem gebehten Schnitten Weck/ mit einer Rindtfleischbrüh/ sampt der Pettersilgen vnd Lebern. Würtz es ab mit Saffran vnd Pfeffer/ schaw daß du es nicht verwürtzest noch versaltzest/ so ist es gut vnd wolgeschmack.

  1. Or you can make it in a green (sauce) with parsley/ that is well cooked and strained/ from a toasted sliced weck bread/ with a beef broth/ together with parsley and livers. Season it with saffron and pepper/ see that you not overseason nor oversalt it/ like this it is good and well tasting.

Indianischen Henn 7. Nim~ ein halbe Brust/ die roh ist/ vnnd mach Knödel darauß/ es sey gelb oder weiß.

  1. Take a half breast/ that is raw/ and make dumplings from it/ be they yellow or white.

Indianischen Henn 8. Mach auß der andern halben Brust/ die gesotten
ist/ ein gestossens/ magsts weiß lassen/ oder grün machen/ mit grüner Pettersilgen/ die gesotten/ 

Vijf vogels waarander lepelaar_Nicolaes de Bruyn_1594

<< LXVI b  (HAB 233) >>

vnd mit guter Hennenbrüh durchgestrichen ist/ auch mit gebeht Schnitten/ so ist es gut vnd wolgeschmack.

  1. Make from the other half breast/ that is cooked/ a pounded mixture/ you may leave it white/ or make it green/ with fresh parsley/ that is cooked/ and strained with good chicken broth/ also with toasted slices (of bread)/ like this it is good and well tasting.

Indianischen Henn 9. Du magst auch wol ein gehack darauß machen/ ist es weiß/ so nim~ ein lautere Hennenbrüh/ Ist es aber gebraten/ so nim~ ein braune Brüh/ die du von einem Braten hast abgegossen/ mit einer Hennenbrüh/ die fein lindt gesaltzen ist. Wenn man es wil anff## ein Tisch anrichten/ so druckt man darein saur Pomerantzensaft/ so wirt es gut vnd lieblich.

## typo, should be auff

  1. You may also well make a mince from it/ if it is white/ then take a clear chicken broth/ if it is instead roasted/ then take a brown broth/ that you have poured off from a roast/ with a chicken broth/ that is very lightly salted. When one wants to dress it on a table/ then one presses sour Seville orange juice into it/ then it will be good and lovely.

Indianischen Henn 10. Du kanst auch Knödel in Pasteten eynmachen.

  1. You can also make meatballs in a pie.

Indianischen Henn 11. Du kanst auch auß der Brust kleine Pasteten machen.

  1. You can also make little pies from the breast.

Indianischen Henn 12. Oder auch Spanische Pasteten.

  1. Or also Spanish pies (empanadas).

Indianischen Henn 13. Auch Spanische krapffen.

  1. Also Spanish fritters (empanaditas).

Indianischen Henn 14. Du kanst auch Manscho Blancko auß der Brust machen/ wie vorhin vermeldt ist.

  1. You can also make blancmange from the breast/ as is described before.

Indianischen Henn 15. Auß dem Manscho Blancko kanstu machen ein Vngarische Turten.

  1. From the blancmange you can make a Hungarian Tart.

Indianischen Henn 16. Oder ein Spanische Turten.

  1. Or a Spanish tart.

Indianischen Henn 17. Auch ein Spanische Pasteten.

  1. Also a Spanish Pie.

Indianischen Henn 18. Krapffen zum backen. Nim~ Mehl/ warmes Wasser/ vnnd ein wenig Butter vnd Saltz/ mach das Mehl damit ab/ vnd mach ein Teig darauß/ nicht gar zu dick/ daß du jhn außtreibest mit einem Walger/ schlag den Manscho Blancko darein/ vnd mach krapffen darauß/ nim~ heisse Butter/ vnd backs fein kül auß/ daß fein weiß bleibet/ vnd nicht braun/ so wirdt der Teig resch vnd gut. Wen~ du es anrichtest/ so besträw es mit weissem Zucker.

  1. To fry fritters (ravioli). Take flour/ warm water/ and little butter and salt/ mix the flour with it/ and make a dough out of it/ not completely too thick/ that you drive it out with a roller/ wrap the blancmange in it/ and make fritters of it/ take hot butter and fry it nicely slow/ that remain nicely white/ and not brown/ then the dough will be crisp and good. When you it dress it/ then sprinkle it with white sugar.

Indianischen Henn 19. Mach auch ein Muß auß dem Manscho Blancko. Nim~ dz Manscho Blancko/ vnd theils mit Eiern ab/ vn~ mit süsser Milch/ nim~ ein Schüssel/ vn~ schmier die am Boden mit Butter/ die kalt ist/ thu darnach das Muß in die Schüssel/ scheub es in Ofen/ vnd backs/ so wirt es fein auflaufen/ vn~ wenn du es anrichtest/ so besträw es mit Zucker/ so wirt es gut.

  1. Also make a pottage from the blancmange. Take the blancmange/ and divide eggs up??/ and with sweet milk/ take a dish/ and spread the bottom with butter/ that is cold/ then put the pottage in the dish/ thrust it in (the) oven/ and bake it/ then it will puff up nicely/ and when you dress it/ then sprinkle it with sugar/ then it will be good.

Indianischen Henn 20. Du kanst auch von einem Indianischen Han ein lauter Brüh zurichten/ vnd mehr als viertzig Speise/ die nicht klein seind/ kochen. Du kanst dazu nemmen Magen/ Leber/ Därm vnd den Schweiß. Vnd du darffst nichts davon wegwerffen/ kanst alles zu nutz machen.

  1. You can also prepare a clear broth from a Indian chicken (turkey)/ and cook more than forty dishes/ that are not small. You can also take gizzard/ liver/ intestines and the blood. And you need to throw away nothing of it/ you can make use of everything.
Twee hoenderen in een landschap_Adriaen Collaert_1598

Ein new Kochbuch 1581
“Transliteration and translation by Sharon Palmer aka Ranvaig Weaver, copyright 2013”.
You can contact her at: ranvaig[at]columbus.rr.com
She began with transcriptions by Master Tirloch and Dr. Gloning, and replaced them with  her own transcriptions.
http://www.uni-giessen.de/gloning/kobu.htm
http://www.ravenstreet.org/cooking/

The scanned book is available online now from Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

HAB page numbers  head the page.

http://diglib.hab.de/wdb.php?dir=drucke/2-3-oec-2f

The complete translation by Ranvaig is available from Academia.edu::

https://www.academia.edu/6272538/Ein_New_Kochbuch

Mit dem Kopf durch die Wand wollen….

von Geirdís Geirharðardóttir

Jemand, der mit dem Kopf durch die Wand will, sucht den direkten Weg, ohne Rücksicht auf Verluste, doch meistens bringt ihn die Starrköpfigkeit nicht ohne gröbere Verluste ans gewünschte Ziel. Dieses Sprichwort wird bereits seit dem 15. Jahrhundert verwendet. Die Redewendung “mit dem Kopf durch die Wand wollen” gibt es in der gleichen Form auch im Französischen, Italienischen, Spanischen und Niederländischen, wie auf dem nebenstehenden Ausschnitt aus dem Gemälde von Pieter Bruegel dargestellt.

Abb. Die niederländischen Sprichwörter
Pieter Bruegel der Ältere, 1559 

Die flämischen (niederländischen) Sprichwörter

Das 117 x 163 cm große Ölgemälde auf Eichenholz befindet sich heute in der Gemäldegalerie der staatlichen Museen zu Berlin.  

Auf den ersten Blick sieht man auf dem Gemälde einen Dorfplatz mit alltäglichem Treiben. Auf den zweiten Blick erkennt man die Anspielungen auf die sündhafte Welt, die vom Teufel regiert wird, welcher unter einem Baldachin in der Bildmitte thront.  

Dargestellt sind über hundert Sprichwörter, die offensichtlich bereits um 1600 in den Niederlanden gebraucht wurden. Ein Klick auf das Bild oben bringt euch zur Wikimedia Seite, auf der die Sprichwörter am Bild erklärt werden.

Pieter Bruegel der Ältere

Pieter Bruegel, auch genannt “De Drol” (der Drollige) oder “Bauernbruegel”, lebte von 1525/1530 bis 1569 in den Niederlanden. Er war Begründer einer Malerdynastie – seine Söhne, Enkel- und Urenkelsöhne malten ebenfalls, doch keiner seiner Nachkommen konnte an den Erfolg des Künstlers heranreichen.  

Pieter Bruegel der Ältere ist der bekannteste Vertreter der flämischen Landschaftsmalerei des 16. Jahrhunderts. 

Im Frühjahr 2020 hat Flose mit großer Begeisterung verschiedene Ausschnitte aus mittelalterlichen Gemälden nachgestellt. Das Ergebnis findet ihr hier: http://www.xn--sca-sterreich-lmb.at/arts-and-science-reenacting-dutch-masters/

Ein römisches Festmahl – Teil 2

Teil 1 findet ihr >> hier.

von Geirdís und Matthaeus 

Diesmal widmen wir uns dem Hauptgericht und dem Dessert.
Viele Speisen enthalten Weinraute, Schwangere sollten davon absehen, diese zu essen!

Hauptgericht – Catonensis pulmentum (Fleischspeise des Cato)

Auch dieses Rezept stammt, wie der Titel schon vermuten lässt, aus dem Werk von Marcus Porcius Cato dem Älteren, gen. Cato maior – De agri cultura (Über den Ackerbau). 

Das Rezept für diese Fleischspeise ist in Abschnitt 83 zu lesen. Hier ist es Teil einer religiösen Zeremonie, die den eigenen Viehbestand schützen soll. Dem Hausherrn wird hier empfohlen, dass er dieses Gericht vor großen Anstrengungen den Sklaven und Knechten geben soll, damit sie bessere Leistungen erzielen können. Keinesfalls durfte aber eine Frau von diesem Gericht essen!

ZutatenZubereitung
150 g Frühstücksspeck
1200 g Rinder- Lamm- oder Ziegengulasch
120 g Mehl
4 EL Olivenöl
500 ml Rotwein
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Thymian
Den Speck in Würfel schneiden. Das Fleisch in Würfel schneiden. In einem Topf 1 EL Öl erwärmen. Den Speck hinzugeben.
Braten, bis der größte Teil des Fetts aus dem Speck ausgetreten ist.
Die Fleischwürfel in eine Schüssel geben und mit dem Mehl bedecken.Das bemehlte Fleisch in den Topf geben und gut umrühren.
Bei mittlerer Hitze das Fleisch langsam unter Rühren erhitzen. Wenn das Fleisch von allen Seiten schön braun ist, den Wein allmählich hinzufügen.
Mit Thymian, Salz und schwarzem Pfeffer würzen.
Das Ganze 2,5 bis 3 Stunden köcheln lassen. Gelegentlich umrühren, damit nichts am Boden haften bleibt. Heiß servieren.

Wir haben Rindsgulaschfleisch verwendet und das Mehl weggelassen. Dazu gab es knuspriges, frisches, dunkles Brot.

Dessert – Aliter dulcia III (eine andere Süßspeise)

Beim Namen dieses Rezepts sind dem Autoren Marcus Gavius Apicius wohl die Namen ausgegangen. “Aliter dulcia” heißt nichts anderes als “eine weitere Süßspeise”.
Sein Werk De re coquinaria („Über die Kochkunst“) ist das älteste erhaltene Kochbuch der römischen Antike. 

ZutatenZubereitung
250 g fein zerkrümelte Butterkekse
70 g gemahlene Mandeln
1∕2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1∕2 TL getrocknete Weinraute (oder Rosmarin)
60 ml Passum oder Eiswein
4 TL Honig
etwas 150 ml Milch
1 Ei
Den Backofen auf 180 °C vorheizen
In einer Schüssel das zerkrümelte Gebäck, Pfeffer, Mandeln und Weinraute (oder Rosmarin) vermischen.
Das Ei in einer kleinen Schüssel schaumig rühren, dann Passum und Honig vorsichtig untermischen und langsam Gebäckmischung einrühren.
Dann die Milch hinzufügen, bis ein weicher, dicker Teig entsteht.
Diesen Teig in eine Form geben und in den Backofen stellen, ca. 25 backen, bis der Kuchen fest ist.
Aus dem Backofen nehmen, 10 Minuten in der Backform abkühlen lassen, dann herausnehmen und auf ein Kuchengitter stellen.
Zum Schluss den Kuchen mit etwas Honig bedecken.

Natürlich haben auch wir uns gefragt, wo die Römer Butterkekse herbekommen haben…
In einer anderen Übersetzung soll man Weizenbrötchen ohne Kruste zerbröseln und das ganze dann in Öl herausbacken. Ein kleines Zugeständnis an die moderne Küche sei uns hier erlaubt.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachkochen!

Wo die Kuh am Brett spielt

von Geirdís Geirharðardóttir

Verborgen in Wien – Sehenswürdigkeiten

Hausschild “Allwo die Kuh am Brett spielt”, Bäckerstraße 12, Wien; Fassadenfresko aus dem 16. Jahrhundert (Foto: Dr. Bernd Gross, wikimedia)

Mitten im ersten Bezirk, auf halber Strecke zwischen Stephansplatz und Schwedenplatz, befindet sich ein mittelalterliches Kleinod von dem nur wenige Wiener und noch weniger Touristen wissen. 

Im ersten Stock des Hauses in der Bäckerstraße 12 / Ecke Windhaaggasse befindet sich ein Fresko aus dem beginnenden 16. Jahrhundert. Es zeigt eine Kuh, die eine Brille trägt, die mit einem Wolf Trick Track (Backgammon) spielt. Dahinter ist eine rot gekleidete Gestalt zu sehen, die einen Besen in der Hand hält. Vom Wolf ist nur mehr die Schnauze erhalten. Die Wandmalerei wurde 1978/79 freigelegt. 

Weitere kleine Details aus den verschiedenen Bauphasen des Hauses sind bis heute erhalten. So stammt etwa der frühgotische Kern mit der Einfahrt aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Im Innenhof sind an der Ostwand Mauersteine aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts sichtbar, ebenso sind im Keller noch mittelalterliche Bruchsteinmauern zu finden. 

Eine weitere Besonderheit dieses Hauses ist, dass sich die Besitzverhältnisse mit wenigen Lücken bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen lassen. 

Heute befindet sich in der Bäckerstraße 12 das Gasthaus Specht.

Eine Sage erzählt, wie das Haus angeblich zu seinem Namen kam: http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/wien/1_bezirk/kuh_am_brett.html

Ein römisches Festmahl – Teil 1

von Geirdís und Matthaeus 

Im Sommer feierten Geirdís und Matthaeus anlässlich des Besuches einer Freundin aus Kärnten ein römisches Festessen mit der Familie. 

Die Speisekarte sah folgendermaßen aus: 

Index Ciborum (Speisekarte)
Cibum (Speisen)Potum (Getränke)Ludi (Spiele)
Gustum (Vorspeisen)
Epityrum (Olivenpaste)
Mulsum (Gewürzwein)Ludi Tabulae (Brettspiele)
Alquerque (römische Dame)
Terni lapilli (Dodelschach)
Prima Mensa (Hauptgericht)
Catonensis pulmentum (Fleischspeise des Cato)
Posca (alkoholfreies Erfrischungsgetränk)Ludi Alea (Würfelspiele)
Canis (Der Hund)
Secunda Mensa (Dessert)
Alter dulcia (eine andere Süßspeise)
Aqua (Wasser)Aliis Ludos (sonstige Spiele)
par et impar (Gerade und Ungerade)

In diesem Teil möchte ich euch die Rezepte für die Vorspeisen vorstellen.
Viele Speisen enthalten Weinraute, Schwangere sollten davon absehen, diese zu essen!
Zu den Vorspeisen gab es Brot, Käsewürfel, Nüsse und Weintrauben. 

Epityrum

Dieses Rezept wurde im Werk De agri cultura (Über den Ackerbau) von Marcus Porcius Cato dem Älteren, gen. Cato maior, überliefert. 

Epityrum album, nigrum variumque sic facito: ex oleis albeis, nigris variisque nucleos eicito. Sic condito: Concidito ipsas, addito oleum, acetum, coriandrum, cuminum, feniculum, rutam, mentam; in orculam condito, oleum supra siet. Ita utitor.

ZutatenZubereitung
200 g schwarze Oliven
200 g grüne Oliven
Weinessig
Olivenöl
Fenchelblätter (notfalls Wurzel)
Koriander
Weinraute
Pfefferminze
Etwas Kreuzkümmel 
Oliven grob hacken, die kleingehackten Kräuter dazugeben, Essig und Öl darüber gießen, in ein verschließbares Gefäß geben und einige Tage durchziehen lassen. Weinraute und Kreuzkümmel sind, wie stets, mit Vorsicht zu dosieren!

Wir haben die Zutaten einfach in den Mixer geschmissen und so klein gehackt und gleich gemischt. In einem Schraubglas mit einer Schicht Olivenöl ist diese Paste sehr gut haltbar. Alleine genossen ist sie durch den verwendeten Essig sehr sauer. Die Salsa passt aber hervorragend zu Käse, Nüssen und Brot. 

Moretum

Moretum ist ein typisch römisches Gericht, es trägt seinen Namen von mortarium, der Reibschale in der es hergestellt wird. Überliefert wurde das Rezept in einem Gedicht, welches Vergil zugeschrieben wird, dem sogenannten Appendix Vergiliana.

ZutatenZubereitung
Schafskäse (Feta oder Peccorino) Knoblauchzehen Koriandergrün Selleriegrün
Weinraute
Salz Olivenöl Weißweinessig 
Knoblauch schälen, Schafskäse hinzufügen, Salz und Kräuter untermengen, einen Schuss Olivenöl und Weißweinessig für eine cremigere Konsistenz hinzufügen; Mischung in einen Mörser füllen und kräftig durchrühren.
Wer will kann die Zutaten vorher schon zerkleinern oder die Paste auch in einem Küchengerät durchmixen. Allerdings sei dazu erwähnt, dass moretum keine streichfähige, weiche Masse, sondern ein eher bröckeliger, Ricotta-ähnlicher Brei war. 

Mixtura cum nucibus

Die Überlieferung dieses Rezepts verdanken wir dem Werk De re rustica libri duodecim (Zwölf Bücher über die Landwirtschaft) des Römers Lucius Iunius Moderatus Columella. 

ZutatenZubereitung
100 g Haselnüsse (oder Walnüsse falls erwünscht)
1 Handvoll frische Petersilie
80 ml Olivenöl (extra vergine)
80 ml Rotweinessig
1∕2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
125 g Feta
1 Handvoll frischer Koriander
2 oder 3 Blätter Minze
1 Stängel Weinraute
Seesalz nach Geschmack 
Die Haselnüsse knacken.
Die Nusskerne 5 Minuten unter einem heißen Grill rösten. Dabei regelmäßig wenden, damit sie nicht anbrennen.
Dann abkühlen lassen und die Schale der Nusskerne möglichst weitgehend entfernen.
Den Käse in grobe Würfel schneiden.
Den Käse mit den Nüssen, Kräutern und dem Pfeffer in einen Mixer geben.
Öl und Essig zufügen.
Dann zu einer weichen geschmeidigen Masse mixen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachkochen!

Dünteln, Dinteln, Fingerflechten, zweifärbiges Fingerhäkeln,…

von Ellisa von Styra

… unter all diesen Namen findet man die erste Variante der Schnurherstellung, die wir hier vorstellen wollen. Dabei kann man sehr einfach und vor allem schnell und ohne Längenbeschränkung aus zwei Fäden direkt vom Knäuel weg Schnüre “häkeln”.

Wie man mit den Fingern Luftmaschen häkelt, wissen die meisten Leute. Das geht auch mit zwei Fäden und resultiert dann in einem attraktiven “quadratischen” Band.

Schritt 1: Enden verknoten (Faden 1: rot, Faden 2: grau)
Schritt 2: Aus Faden 1 (rot) eine Schlaufe legen und mit dem Knoten in die rechte Hand nehmen (zwischen Daumen und Zeigefinger festhalten)
Schritt 3: Zweiten Faden (grau) um die Schlaufe (rot) legen
Schritt 4: Grauen Faden durch rote Schlaufe ziehen (hier gezeigt mit zwei Fingern, im weiteren Verlauf reicht für das Durchheben der Zeigefinger)
Schritt 5: Handwechsel. Graue Schlaufe auf den linken Zeigefinger, Knoten in die linke Hand wechseln, grauer Faden wird auf Spannung mit dem kleinen Finger links eingeklemmt. Dann roten Faden mit der freien rechten Hand festziehen
Schritt 6: Das gleiche von links: Faden rot mit dem rechten Zeigefinger durch die graue Schlaufe holen, auf dem Zeigefinger belassen, Knoten in die rechte Hand wechseln, roten Faden dort auf Spannung einklemmen, mit der linken Hand den grauen Faden festziehen

Wer den Anfang mit der Schlaufe in dieser Form zu verwirrend findet, kann auch mit beiden Fäden eine “normale” Luftmasche häkeln und dann Faden 2 herausziehen, so dass nur die Schlaufe von Faden 1 bleibt. Dann geht es bei Schritt 4 weiter.

Auf Youtube findet man übrigens auch diverse Videos (klick für ein Beispiel) dazu, das Problem ist nicht die fehlende Anleitung, sondern der Suchbegriff, unter dem man diese Technik findet.